Und sie strahlt, und strahlt, und strahlt, ...
Photovoltaik - schon lange im Umlauf!
Der fotolektrische Effekt, der schlussendlich Grundstein der Photovoltaik ist, wurde im Jahr 1839 von dem französischen Physiker Alexandre Edmond Becquerel entdeckt und bescherte Albert Einstein 1921 den Nobelpreis für Physik. Er hatte endlich geschafft den Effekt auch physikalisch zu erklären.
Nachdem 1954 die ersten Siliziumzellen mit einem Wirkungsgrad von über 4 Prozent hergestellt werden konnten, hielt die Technik 1958 Einzug in die Raumfahrt. Es war nun möglich die Sonne als Energiespender zu nutzen und damit die unabhängige Stromversorgung von Satelliten zu ermöglichen (Autarkheit). In den Folgejahren hat die Raumfahrt dann die Weiterentwicklung der Photovoltaik immens vorangetrieben. Seit den 1970er Jahren wurde der Fortgang der Entwicklung zunehmend durch die Politk und das gewachsene Umweltbewusstsein in Deutschland, Japan und den USA bestimmt. Diese Länder haben politische Anreize geschaffen, um die Entwicklung voran zu treiben.
Erneuerbare Energien - Gesetzliche Grundsteine
Seitdem die Bundesregierung das
Erneuerbare-Energien-Gesetz 2000 aufgrund von EU-Richtlinien ins Leben gerufen hat, erfreuen sich erneuerbare Energien zunehmender Beliebtheit. Auch das wachsende Umweltbewusstsein der Menschen nimmt stetig zu, so dass sich die Leistung der installierten Anlagen von 2000 bis 2008 mehr als ver50facht hat! Technisch wurden und werden Photovoltaikplatten stetig weiterentwickelt, so dass der Wirkungsgrad ebenfalls immens zugenommen hat. Sicherlich ist man auch hier nicht an Grenzen angekommen, aber die Entwicklungsschritte sind nicht mehr so groß wie noch vor ein paar Jahren.

Die intensivsten Anreize sich mit Photovoltaik zu beschäftigen, ist für Selbstnutzer einerseits die Autarkheit (Unabhängigkeit vom Stromanbieter), andererseits für Anleger Großdächer, die wesentlich größere Flächen und überproportional geringere Fixkosten zu Beginn haben (technische Vorbereitungen, Vermessungen, etc.).
In beiden Fällen ist der Stromanbieter vor Ort gesetzlich dazu verpflichtet den Strom abzunehmen und zu einem festgeschriebenen Preis zu vergüten. Der Eigennutzer erhält hier nur einen Anteil, da er den Strom selbst nutzt und nicht ins öffentliche Netz einspeist. Der Anleger hingegen erhält für das Laufende und die folgenden 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung (2009: 43,01ct/kWh). Diese Einstiegsvergütung, welche dann auf 20 Jahre festgeschrieben ist, sinkt jedoch für den Neueinsteiger von Jahr zu Jahr. Die Festschreibung erfolgt bei Inbetriebnahme der Anlage.
Hierbei macht man sich insbesondere als Anleger den Effekt zunutze, dass die relativ fest kalkulierbaren Einnahmen (Sonnenscheindauer pro Jahr), es ermöglicht z.B. ein Darlehen so gut wie risikofrei zu entschulden. Natürliche und unnatürliche Risiken wie z.B. Hagelschäden, Diebstahl, etc. können durch entsprechende Absicherungen fast völlig minimiert werden. Zudem macht sich der Kauf einer solchen Anlage noch steuerlich bemerkbar und trägt ebenfalls seinen Teil zur Rendite bei. Ein weiterer Vorteil ist, dass hierbei nur ein physikalischer Effekt genutzt wird, in dem keine mechanischen Teile benötigt werden, was widerum zu einer Risikominimierung führt.
Man könnte also von einer gesetzlich gesicherten Rendite von etwas über 20 Jahren sprechen.
Doch wo ist der Haken?

Der "Haken" liegt im Wechselrichter, welcher sehr wahrscheinlich in der Zwischenzeit erneuert oder zumindest repariert werden muss. Diese Geräte verfügen über eine kalkulierte Lebensdauer von ca. 10 - 15 Jahre, je nach Hersteller. Doch auch dieser Fall kann bei einem seriösen Konzept vorher mitbedacht werden.
Der zweite Haken liegt darin, dass die gesetzlich festgeschriebene Einspeisevergütung von Jahr zu Jahr sinkt (2009: 43,01ct/kWh).
Einen zweiten Haken gibt es ebenfalls noch: Auch wenn einige Banken dieserart Anlagen zu 100% finanzieren, müssen Sie aus rechtlichen Gründen so bonitätsstark sein, dass Sie die Finanzierung auch ohne die gesetzlichen Sicherheiten bekommen würden. Theoretisch sind gute Konzepte so sicher, dass auch Hartz-IV-Empfänger finanzierbar sein müssten, dies aber aufgrund von Gesetzeslage nicht möglich ist.
Worauf Sie achten sollten bzw. müssen
- Achten Sie auf qualitativ hochwertige Photovoltaikplatten (z.B. weltweit führende, deutsche Hersteller)
- Achten Sie auf die Effektivität der Fläche zu Grundkosten (z.B. ideales Pachtdach statt des Eigenen)
- Achten Sie darauf, dass das Dach möglichst idealen Voraussetzungen entspricht:
- Möglichst ideale Südausrichtung
- Möglichst idealer Dachwinkel, etwa 30 - 50°
(zu flach benötigt Aufständerung, zu schräg erfasst über den Tag zu wenig Sonne)
- Nachhaltig ohne Beschattung (Bäume, Umgebungsbebauung, etc.)
- Dachstatik muss dauerhaft tragfähig sein
- Achten Sie darauf, dass Sie bei Fremddächern diese möglichst lange nutzen können!
- Vertrauen Sie bei der Beratung auf unabhängige Fachleute und nicht auf den billigsten Monteur vor Ort
- Achten Sie auf ein Emittentenrisko! Sind Sie Inhaber der Anlage oder nur beteiligt?
- Je schneller Sie sich für eine solche Anlage entscheiden, desto höher liegt die festgeschriebene Einspeisevergütung
Fazit
Eine der interessantesten und sichersten Anlagen im Sachwertbereich, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten entwickelt worden sind. Die Grundlagen sind sehr transparent und recht schnell verständlich. Man muss also weder Physiker noch Bankspezialist sein, um auch die Details nachvollziehen zu können - ganz im Gegensatz zu vielen komplizierten und undurchsichtigen Anlageprodukten!