Der wesentliche Unterschied ist einfach zu beschreiben: Sachwerte kann man greifen, anfassen, Geldwerte bestehen aus Papier oder digitalen Zahlen. Rechtlich ist der Unterschied häufig der, dass es sich bei Sachwerten z.B. um Eigentum handelt, während Geldwerte oftmals nur schriftliche Versprechen beinhalten und z.B. Sie als "Kreditgeber" gegenüber einem Dritten (z.B. Bank oder Versicherung, etc.) fungieren.
Sachwerte behalten im Wesentlichen immer Ihren Wert - im Gegensatz zu Geldwerten (abgesehen von Wertverlusten, usw.).
Auch hier wieder ein einfaches, greifbares Beispiel:
Sollte Geld, wie in der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre, plötzlich nichts mehr wert sein, werden Sie Ihr Haus, Ihre Schubkarre, Ihr Auto oder Ihre Münzsammlung nicht verschenken - ein Blatt Papier, das zwar einen Wert ausweist, aber keinen Gegenwert mehr hat, schon eher.
Hier einige Beispiele für beide Anlageformen:
Beispiele Geldwerte
- Bargeld, Girokonten, Sparbücher
- Tagesgeld, Festgeld
- Bausparverträge
- Lebens- und Rentenversicherungen
- Riester- und Rüruprenten
- allg. kapitalbildende Versicherungen
- Staatsanleihen, "Bundeswertpapiere"
- Zertifikate, Derivate, uvm.
Unterliegen der
Inflation (Geldentwertung)
Beispiele Sachwerte
- Immobilien
- Unternehmensbeteiligungen
- Aktien
- Gold & Silber
- Strategische Industrie- / Edelmetalle
- Edelholz
- Verschiedene Anlage-Konzepte, z.B. Photovoltaik, BHKW / KWK, etc.
- Gegenstände im Allgemeinen
Unterliegen nicht oder nur bedingt der
Inflation (Geldentwertung)
Vorteile und Nachteile, Daseinsberechtigungen
Letztendlich hat jede Anlageform ihre Daseinsberechtigung. Man sollte sich vor einer Investition bewusst machen, welche Vor- und Nachteile Anlageformen haben - egal ob es sich um Sach- oder Geldwerte handelt. Tatsache ist, dass es bei Kapitalanlageprodukten keine "Eierlegende Woll-Milch-Sau" gibt!

Geldwerte eignen sich vor allem für kurzfristige Anlagezeiträume bzw. zur Sicherung des Alltags. So sollte man z.B. auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto, etc. 2 - 3 Gehälter "parken" um kurzfristige Probleme beseitigen zu können (z.B. kaputte Waschmaschine, Reparatur am Auto, etc.). Für mittel- und längerfristige Anlagen und zur Kaufkraftsicherung eignen sich aufgrund des Inflationsschutzes eher Sachwerte.
Geldwerte sind zudem oftmals lediglich Versprechen der Banken und Versicherungen dem Kunden einen bestimmten Ertrag (Entschädigungsanteil) zu zahlen. Rechtlich gesehen übergibt der Geldeigentümer (Sie) bei vielen Geldwerten das Geld dem Institut als Kreditgeber (z.B. Lebensversicherungen, Riesterrenten, etc.). Im Falle z.B. einer Banken- oder Versicherungspleite wären Sie Gläubiger des Institutes und stünden damit in einer langen Reihe von Gläubigern. An dieser Stelle würde auch die gesetzliche Sicherung (allgemein bekannt als Einlagensicherungsfonds) nicht greifen, dieser gilt lediglich für Einlagen bei der Bank, wie z.B. das Girokonto, etc.
Informationen zu den Produkten in Ihrem Portfolio erhalten Sie von Ihrem unabhängigen Berater. Dieser optimiert gemeinsam mit Ihnen Ihr Portfolio auch nach Ihren Anlagezielen.