Inflation ist inzwischen ein Begriff, den fast jeder kennt - doch was er bedeutet, wissen viele Menschen nicht oder nur sehr ungenau. Umgangssprachlich bedeutet Inflation "Geldentwertung".
Eine Geschichte...
...der Hyperinflation 1923
Eine Frau schob mit einer Schubkarre das Geld zum Bäcker, um Brot zu kaufen. Während sie sich drinnen erkundigte ob das Geld noch ausreicht, wurde ihr draußen die Schubkarre gestohlen - das Geld war noch da!
Die Inflation (lat.: "das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen") beschreibt die Veränderung des Preisniveaus. Verändert sich das Verhältnis von Geldmenge zur Gütermenge so, dass verhältnismäßig mehr Geldeinheiten existieren, wird die Ware teurer. So wird die Inflationsrate eines Staates z.B. durch den Zu- und Abfluss von Güter- und Geldmengen geregelt. Wird mehr Geld "gedruckt" (auch digital, ins System gegeben), und die Gütermenge nimmt nicht im gleichen Verhältnis zu, steigt die Inflation. Das ist nun "weniger wert", da man für eine feste Geldmenge weniger Güter erhält.
Die offizielle Inflation, von welcher man z.B. in den Medien liest, wird anhand eines festgelegten Warenkorbes gemessen. Dieser enthält Güter, die im Laufe der Zeit teurer werden, wie z.B. Lebensmittel, Energiepreise und Preise für Güter, die im Preis eher nachlassen (z.B. durch Weiterentwicklung) wie beispielsweise viele technische Geräte. Diese offizielle Darstellung der Inflation, welche vom Statistischen Bundesamt herausgegeben wird, berücksichtigt allerdings nicht das unterschiedliche Kaufverhalten von unterschiedlichen Einkommensschichten und beinhaltet auch viele Finanzgüter nicht. Letztlich weicht der Warenkorb somit immer vom Eigenen ab, weshalb jede Person eine eigene (gefühlte) Inflation hat.
Die Geldentwertung führt somit zu Kaufkraftverlust.
Zwei einfache Beispiele
für Preissteigerungen bzw. Inflation
(Technische Veränderungen, etc. sind der Einfachheit halber natürlich unberücksichtigt!)
1990 kostete ein VW Polo ca. 18.000 DM
2010 kostet ein VW Polo ca. 18.000 EUR
1990 kostete ein Brötchen ca. 20 Pfennnig
2010 kostet ein Brötchen ca. 30 Cent
Schutz vor Inflation
Im täglichen Leben unserer Gesellschaft kann sich leider niemand vor den Auswirkungen der Inflation schützen. Wir benötigen Lebensmittel, Genussmittel, Energie und viele weitere Dinge, die der Inflation zwangsweise unterliegen. Lediglich sein Vermögen, Angespartes, etc. kann man versuchen vor Inflation zu schützen. Simpel betrachtet, steigt der Wert von Sachwerten durch die Inflation, da diese (wie oben beschrieben) durch eine höhere Geldmenge im Verhältnis mehr kosten. Welche Sachwerte allerdings in Ihrem Fall in Betracht kommen und welche zur Kaufkraftsicherung nicht oder weniger geeignet sind, kann Ihnen Ihr unabhängiger Berater in einem individuellen Gespräch erläutern.